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Zwischen Dialekt und Standard - Sprachrepertoires und Varietätenspektren des Deutschen in Österreich
Projektleitung
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien
Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
Tim Kallenborn
Anna Exenberger MPhil
Mag. Fabian Fleißner
Mag. Angelika Meier

Kontakt E-Mail
tim.kallenborn@univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP03) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Das Teilprojekt setzt sich zwei Ziele: Zum einen eine umfassende Erhebung und Analyse individueller Sprachrepertoires in ländlichen Regionen Österreichs und zum zweiten die Analyse der Dynamik und Struktur „vertikaler Variationsspektren“, also der Gliederung der Dialekt‐Standard‐Achse an mehreren, über ganz Österreich verteilten Erhebungsorten. Fragestellungen, die im Rahmen des empirisch angelegten Projekts beantwortet werden sollen, sind u. a.: Wie sind die „vertikalen“ Variationsräume des Deutschen in Österreich strukturiert? Wo hören etwa Dialekte auf und fangen Regiolekte („Umgangssprachen“, Varietäten des „mittleren Bereichs“) an? Haben wir es mit Kontinua bzw. Verdichtunsgbereichen auf der Dialekt‐Standard‐Achse zu tun oder zeichnen sich deutliche(re) Varietätengrenzen ab? Welche Ausschnitte des komplexen Variationsraums werden von welchen SprecherInnen in welchen situativ‐pragmatischen Kontexten und Funktionen in welcher Art und Weise eingesetzt? Welche sprachdynamischen Hypothesen lassen sich aus der aktuell zu beobachtenden (synchronen) Variation im Hinblick auf zukünftige Sprachwandelprozesse ableiten?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen strebt das Projekt nicht nur die Untersuchung einer einzelnen sprachlichen (System-)Ebene an, sondern untersucht Sprachwandelphänomene sowohl im Bereich der „Aussprache“ (Phonetik/Phonologie) als auch im Bereich der Grammatik (Syntax und Morphologie). In der zweiten Projektphase rücken dann auch die Ebenen der „Betonung“ (Prosodie), des „Wortschatzes“ (Lexik) und der (sprachlichen) Pragmatik in den Vordergrund.

Um diese unterschiedlichen Ebenen adäquat analysieren zu können, kommen im Projekt einerseits bekannte und bewährte Erhebungsmethoden (z. B. Aufzeichnung von Gesprächsdaten und Vorlesetexten) als auch neue und innovative Ansätze (z. B. Sprachproduktionstests) zum Einsatz.

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Koordination:

Germanistische Sprachwissenschaft
Univ.-Prof. Dr. A. N. Lenz
Universität Wien, Institut für Germanistik
Universitätsring 1
A-1010 Wien
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0
Letzte Änderung: 24.05.2018 - 14:29