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Forschungsprojekte zum Bairischen

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Drittmittel-, Dissertations- und anderen Forschungsprojekten, in deren Fokus (auch) das Bairische und seine Varietäten stehen. (Die Projekte sind alphabetisch sortiert.)

Übersicht

Detailinformationen

Advancing The European Multilingual Experience (AThEME)
Projektleitung
Lisa Lai-Shen Cheng (Universität Leiden; Koordination des Gesamtprojekts)

Projekthomepage
https://vre.leidenuniv.nl/vre/atheme/public/default.aspx

Beteiligte Institutionen
Universität Leiden
Universität Verona
Universität Trient
und 13 weitere Universitäten und Forschungseinrichtungen in 8 europäischen Ländern

Kontakt E-Mail
multiling[AT]hum.leidenuniv.nl

Projektunterstützung
Finanziert durch die Europäische Union im 7. Forschungsrahmenprogramm

Projektbeschreibung
The project "Advancing The European Multilingual Experience (AThEME)" takes an integrated approach towards the study of multilingualism in Europe by incorporating and combining linguistic, cognitive and sociological perspectives; by studying multilingualism in Europe at three different levels of societal magnitude, viz. the individual multilingual citizen, the multilingual group, and the multilingual society; by using a palate of research methodologies, ranging from fieldwork methods to various experimental techniques and advanced EEG/ERP technologies. This integrated approach towards the study of multilingualism is grounded in the idea that multilingualism in Europe has many facets. AThEME will cover the different forms of multilingualism in Europe by developing new lines of inquiry on regional/minority languages, heritage languages, languages spoken by bilingual speakers with communicative disorders, and languages spoken by bilinguals at different stages of development and life. These lines of inquiry will provide (partial) answers to fundamental questions, including: What does it mean to be bilingual? How and why do people succeed or fail in learning another language? How can we help speakers maintain their regional/heritage language and reach proficient bilingualism? What are the reciprocal effects of bilingualism and cognition? Are there cognitive benefits of bilingualism for senior citizens? How does bilingualism "interact with" communicative disorders? Which societal factors have a major impact on successful maintenance of regional/heritage languages? Answers to these questions provided within the context of AThEME will provide a firm basis for assessing existing public policies and practices within major areas such as education and health and contribute to evidence-based policy-making. AThEME aims to raise societal awareness of multilingualism through building on the successful model of academic public engagement provided by the program Bilingualism Matters.

Die Arbeitsgruppe Verona/Trient (Kontakt: Stefan Rabanus) des Teilprojekts/Workpackage 2 "Regional languages in Multilingual Europe" befasst sich mit Multiligualismus und Sprachkontakt im Alpenraum zwischen Innsbruck und Verona, d.h. auch mit dem Kontakt von südbairischen Dialekten und romanischen Varietäten.

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Atlas der historischen deutschen Mundarten in der Tschechischen Republik (ADT) (FWF)
Projektleitung
Prof. Dr. Hermann Scheuringer (Universität Regensburg)

 

Projekthomepage
http://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/germanistik-sw-2/projekte/

 

Beteiligte Institutionen
Universität Regensburg

 

ProjektmitarbeiterInnen
Dr. Astrid Christl-Sorcan (Universität Regensburg)
Beate Schuierer M.A. (Universität Regensburg)

 

Kontakt E-Mail
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Projektunterstützung
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), Wien

 

Projektbeschreibung
Das Projekt "Atlas der historischen deutschen Mundarten auf dem Gebiet der Tschechi­schen Republik (ADT)" ist ein internationales Gemeinschaftsunternehmen von WissenschaftlerInnen, Universitäten und Forschungsförderungsorganisationen in der Tschechischen Republik, in Deutschland und Österreich. Das vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) in Wien geförderte Teilunternehmen ist mit dem Wechsel von Prof. Scheuringer an die Universität Regensburg transferiert worden, wird aber weiterhin vom FWF finanziert. Unmittelbares Projektziel ist die Erforschung und Dokumentation der deutschen Mundarten Böhmens und Mähren-Schlesiens mittels Befragung von Personen aus der nach dem Zweiten Weltkrieg dort verbliebenen deutschsprachigen Bevölkerung. Die Publikation des Atlaswerks ist ab 2012 vorgesehen. Zur genaueren Information vgl. die Projekthomepage.

 

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Bayerische Dialektdatenbank BayDat
Projektleitung
Prof. Dr. Wolf Peter Klein (Universität Würzburg)
Prof. Dr. Norbert Richard Wolf (Universität Würzburg)

 

Projekthomepage
http://www.baydat.uni-wuerzburg.de/

 

Beteiligte Institutionen
Universität Würzburg, Unterfränkisches Dialektinstitut

 

ProjektmitarbeiterInnen
Dr. Monika Fritz-Scheuplein (Universität Würzburg)
Dr. Almut König (Universität Würzburg)
Dr. Ralf Zimmermann (Universität Würzburg)

 

Kontakt E-Mail
info[at]unterfraenkisches-dialektinstitut.de

 

Projektunterstützung
DFG

 

Projektbeschreibung
Die Bayerische Dialektdatenbank BAYDAT erfasst die von allen Teilprojekten des Bayerischen Sprachatlas in direkter Befragung erhobenen Mundarten in Bayern in einer elektronischen Datenbank, speichert sie zukunftssicher, verknüpft die Daten unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten und macht sie für die Öffentlichkeit verfügbar. Bisher sind die Daten aus den Sprachatlanten von Niederbayern (SNIB), Oberbayern (SOB), Mittelfranken (SMF) und Unterfranken (SUF), Bayerisch Schwaben (SBS) in der Datenbank enthalten. Die Datenbank wurde im Herbst 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Material wird derzeit um die noch zu kodierenden Daten des Sprachatlas von Nordostbayern (SNOB) ergänzt. Im Frühsommer 2012 wird die Datenbank alle Teilprojekte des Bayerischen Sprachatlas umfassen.

 

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Bayerisches Wörterbuch
Projektleitung
Anthony R. Rowley (Bayerische Akademie der Wissenschaften)

 

Projekthomepage
http://www.bwb.badw.de

 

Beteiligte Institutionen
Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW)

 

ProjektmitarbeiterInnen
Dr. Edith Burkhart-Funk
Dr. Andrea Schamberger-Hirt
Dr. Michael Schnabel

 

Kontakt E-Mail
bwb[at]kmf.badw.de

 

Projektunterstützung
Träger: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Mundartforschung

 

Projektbeschreibung
Alphabetisches großlandschaftliches Wörterbuch der bairischen Mundarten in Bayern

 

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BLO - Bayerischer Sprachatlas online
Projektleitung
Prof. Dr. Rüdiger Harnisch (Universität Passau)
Dr. Stephan Kellner

 

Projekthomepage
Link zur Projekthomepage

 

Beteiligte Institutionen
Bayerische Staatsbibliothek, München
Universität Passau

 

ProjektmitarbeiterInnen
Alois Dicklberger, M.A.
Simon Hitzenberger
Rosemarie Spannbauer-Pollmann
Stephan Kellner
Hendrik Loch
Florian Sepp

 

Kontakt E-Mail
rosemarie.spannbauer-pollmann[at]uni-passau.de

 

Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
Bereitstellung und Integration der 'Sprechenden Atlanten von Niederbayern und Böhmerwald' in den Online-Sprachatlas von Bayern. Auf beiden CDs sind Mundartbelege aus vielen Orten der jeweiligen Regionen zu hören und gleichzeitig zu lesen, die dialektale Vielfalt der Regionen wird damit multimedial erlebbar gemacht. Für die Präsentation im Bayerischen Sprachatlas online wurden 30 gemeinsame Belege aus den Themenbereichen 'Mensch und Gesellschaft', 'Natur und Landwirtschaft' sowie zu den 'Vokalen', 'Konsonanten', 'Verb' und 'Nomen' ausgewählt. Der interessierte Nutzer kann so hören, wie z.B. die Heidelbeere im angrenzenden Böhmerwald von der 'Schwoazbian' zur 'Schwoazbein' wird.

 

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Deutsch im Kontext mit den anderen Sprachen im Habsburgerreich (19. Jahrhundert) und in der Zweiten Republik Österreich
Projektleitung
Univ. Prof. Dr. Stefan Newerkla

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Institut für Slawistik
Universität Bozen
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologie

ProjektmitarbeiterInnen
PD Mag. Dr. Manfred Glauninger (kooptiert)
Prof. Dr. Rita Franceschini (kooptiert)
Mag. Martina Schmidinger

Kontakt E-Mail
martina.schmidinger[AT]univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP05) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Ziel dieses Teilprojekts ist ein historisch begründetes und auf Mehrsprachigkeit basierendes Verständnis der „Polyzentrizität“ von Deutsch in Österreich im Habsburgerreich sowie in der Zweiten Republik Österreich. Im Mittelpunkt stehen dabei Aspekte des Bi- bzw. Multilingualismus und der sprachpolitischen Leitlinien, Handlungs- und Spannungsfelder in Verwaltung, Recht sowie insbesondere im Schulwesen, die daraus hervorgegangenen Konflikte und die metalinguistischen und andere Diskurse über ideologische und identitätsspezifische Wissenskonzepte zu Deutsch in Österreich. Mithilfe von Analysen bereits vorliegender Daten sowie der kritischen Diskursanalyse von offiziellen Rechts- und Zeitdokumenten, Journalen und Zeitschriften etc. werden Antworten auf folgende Fragen gesucht: Wie kann die Untersuchung von historischer Mehrsprachigkeit unser Verständnis von Deutsch in der Zweiten Republik Österreich bereichern? Welche Folgen hat dieses historische Erbe auf das Selbstverständnis und die Wahrnehmung von Sprechern des Deutschen in Österreich sowie auf den politischen Diskurs hinsichtlich der sprachlichen Diversität in der Nachkriegszeit? Welche Lehren können aus dem historischen Kontext für Deutsch und die Mehrsprachigkeit im heutigen Österreich gezogen werden?

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Deutsch ist nicht gleich Deutsch - Die deutsche Standardsprache an Südtiroler Schulen (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Silvia Hofer

Institution
Universität Wien, Institut für Sprachwissenschaft

Europäische Akademie Bozen (EURAC), Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit

Betreuer
Univ. Prof. Dr. Prof. Rudolf de Cillia (Universität Wien)

Projektbeschreibung
Ziel meiner Dissertation ist es, den Umgang mit der plurizentrischen bzw. pluriarealen deutschen Sprache in Südtirol im Kontext Schule zu untersuchen. Ich befasse mich sowohl mit dem bildungs- als auch mit dem fremd- bzw. zweitsprachlichen Deutschunterricht, die ja im mehrsprachigen Südtirol alle relevant sind, und interessiere mich für die Perspektive der Lehrenden und der Lernenden aller drei Sprachgruppen in Südtirol (deutsch, italienisch, ladinisch).

Konkret befasst sich meine Dissertation mit folgenden Forschungsfragen:

  • Auf welche Norm(en) beziehen sich Deutschlehrpersonen? Was verstehen Deutschlehrpersonen unter „Standarddeutsch“, was korrigieren/akzeptieren sie? Welche standardsprachlichen Varianten werden von SchülerInnen, welche von Deutschlehrpersonen bevorzugt?
  • Was wissen Deutschlehrpersonen und SchülerInnen über die verschiedenen Varietäten des Deutschen? Werden sprachliche Variation, innere Mehrsprachigkeit u.ä. im Unterricht thematisiert?
  • Welche Einstellungen haben die Deutschlehrpersonen und SchülerInnen gegenüber den verschiedenen Standard- und dialektalen Varietäten des Deutschen?

Für meine Arbeit erhebe ich sowohl qualitative (Interviews, Gruppendiskussionen) als auch quantitative Daten (Fragebögen).

Weitere Informationen finden sich unter diesem Link.

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Deutsch und slawische Sprachen in Österreich: Aspekte des Sprachkontakts
Projektleitung
Univ. Prof. Dr. Stefan Newerkla

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Institut für Slawistik

ProjektmitarbeiterInnen
Mag. Agnes Kim

Kontakt E-Mail
agnes.kim[AT]univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP06) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Ziel dieses Teilprojekts ist die Erstellung eines umfassenden Überblicks über sowie die detaillierte Analyse von Sprachkontakteinflüssen auf die Varietäten von Deutsch in Österreich durch die Geschichte, insbesondere im Einzugsgebiet von Wien. Zu diesem Zweck wird aus diachroner Sicht vor allem der Sprachkontakt mit dem Tschechischen fokussiert, aus synchroner Sicht dann auch die gegenwärtige Situation des Sprachkontakts mit anderen Slavinen, um Antworten auf folgende Fragen zu erhalten: Was waren die Folgen des Sprachkontakts mit slawischen Sprachen auf den verschiedenen linguistischen Ebenen der Varietäten im Einzugsbereich von Wien, insbesondere während der Blütezeit der tschechischen Minderheit in den letzten Jahrzehnten der Habsburgermonarchie? Was sind die Folgen von Sprachkontakt mit slawischen Sprachen auf die diese Varietäten heute? Gibt es Sprachmythen oder falsche Vorstellungen bezüglich der damaligen und heutigen Sprachkontaktsituation? Wenn ja, wie können diese richtig gestellt werden? Können wir universelle Aspekte von Sprachkontakterscheinungen in diesem Gebiet festmachen? Die empirische Basis zur Diskussion all dieser Fragen wird die umfassende Sammlung und kritische Bewertung von bereits vorliegendem und noch neu zu erfassendem Datenmaterial zum Sprachkontakt in Österreich sein.

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Diagramm
Projektleitung
Prof. Silvia Dal Negro (Freie Universität Bozen)

 

Projekthomepage
Link zur Projekthomepage

 

Beteiligte Institutionen
Freie Universität Bozen, Kompetenzzentrum Sprachen

 

ProjektmitarbeiterInnen
Simone Ciccolone

 

Kontakt E-Mail
sdalnegro[at]unibz.it

 

Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
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Die ältesten Ortsnamen im bayerisch-tschechischen Grenzraum (FRG/Prachatitz)
Projektleitung
Prof. Dr. Rüdiger Harnisch (Universität Passau)

 

Projekthomepage
Link zur Projekthomepage

 

Beteiligte Institutionen

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE); Ziel 3 Freistaat Bayern - Tschechische Republik 2007-2013 (INTERREG IV)
Museum Prachatitz
Universität Passau

 

ProjektmitarbeiterInnen
Mgr. Pavel Fencl (Museum Prachatitz)
Dr. František Kubů (Museum Prachatitz)
Dr. Wolfgang Janka (Universität Passau)
Dr. Nicole Eller (Universität Passau)
Alois Dicklberger, M.A. (Universität Passau)
Elfriede Holzer, M.A. (Universität Passau)
Sigrid Graßl, M.A. (Universität Passau)
Dr. Rosemarie Spannbauer-Pollmann (Universität Passau)
stud. phil. Susanne Stenglein (Universität Passau)
cand. phil. Christina Pauli (Universität Passau)

 

Kontakt E-Mail
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Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
Das Projekt hat die Erfassung und Analyse der historischen Schreibformen und der mundartlichen Aussprache der im Grenzraum bis zum 14./15. Jahrhundert geprägten Ortsnamen zum Ziel. Deren Dokumentation soll in Karten und Texten via Internet (in einer Online-Datenbank) erfolgen, damit die Öffentlichkeit Zugang zur Materialsammlung und deren Auswertung bekommt.

 

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Familiennamen Österreichs (FamOs)
Projektleitung
Axel Linsberger (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

 

Projekthomepage
http://www.oeaw.ac.at/dinamlex/FAMOS.html

 

Beteiligte Institutionen
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ProjektmitarbeiterInnen
Em. Prof. Dr. Rudolf Šrámek (Jan Masarýk Universität, Brünn)
Prof. Dr. Isolde Hausner (ÖAW)
Em. Prof. Dr. Peter Wiesinger (Universität Wien)

 

Kontakt E-Mail
axel.linsberger[at]oeaw.ac.at

 

Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
Das Projekt FamOs versteht sich in der derzeitigen Ausformung als Beginn eines Online-Lexikons österreichischer Familiennamen, in dem längerfristig auch Kartierungen jedes einzelnen Namens und jeder Namensvariante angedacht sind und weist hinsichtlich der methodischen Vorgangsweise enge Parallelen zum Projekt „Deutsches Familiennamenbuch“ (DFB) in Deutschland auf. Es übernimmt eine prototypische Funktion für die internetbasierte Familiennnamenforschung in Österreich und lässt angesichts der parallelen Entwicklungen in Deutschland und des gegenseitigen Erfahrungsaustausches darauf hoffen, auch in Zukunft die Möglichkeiten des Mediums Internet im Bereich der synchronen Familiennamenforschung optimal nutzen zu können. Eine an die breite Öffentlichkeit gerichtete Version ist in Auswahl bereits als Testversion online. Parallel zu dieser Publikation werden die Namen in einer bereits in anderen Namenforschungsprojekten erprobten und wissenschaftlich konzipierten Datenbank onomastisch-kulturhistorisch bearbeitet, wobei die Namen in Etymologie, Namenbildung und dem kulturhistorischen Kontext auch mit historischen Belegen (soweit verfügbar) und entsprechenden Literaturangaben analysiert werden. Angesichts der schwierigen Situation der Familiennamengeographie in Österreich wird aktuell auch an der Erstellung von Verbreitungskarten auf Basis der Meldedaten gearbeitet, die auf längere Sicht exemplarisch auch in FamOs eingebettet werden können.

 

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Flektierende Konjunktionen im Bairischen (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Andreas Gellan

 

Institution
Universität Wien, Institut für Germanistik

 

Betreuerin
Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projektbeschreibung
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Form und Funktion der Reflexiva in österreichischen Varietäten des Bairischen (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Ursula Stangel

 

Institution
Ludwig-Maximilians-Universität München
Linguistisches Internationales Promotionsprogramm LIPP

 

Betreuerin
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Projektbeschreibung
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Kollaborative Online‐Forschungsplattform für das SFB-Projekt "Deutsch in Österreich"
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Budin

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Zentrum für Translationswissenschaften

ProjektmitarbeiterInnen
Martin Gasteiner
Barbara Heinisch-Obermoser
Vesna Lušicky
Bartholomäus Wloka

Kontakt E-Mail
bartholomäus.wloka[AT]univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP11) des Spezialforschungsbereichs"Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Die Online-Forschungsplattform wird der kommunikative und forschungsbezogene Dreh- und Angelpunkt für das Projekt “Deutsch in Österreich”. Sie soll ForscherInnen im gesamten Forschungsprozess, angefangen bei der Datensuche und –analyse bis hin zur Veröffentlichung und nachhaltigen Speicherung der Forschungsdaten und –ergebnisse unterstützen. Das Ergebnis umfasst eine Online-Forschungsplattform für die gemeinsame Zusammenarbeit im Projekt sowie ein umfangreiches und multidimensionales (linguistisches) Annotationssystem mit dem Ziel der Interoperabilität von Annotationen, Korpora, annotierten Daten sowie Abläufen in der Forschungszusammenarbeit und der vollständigen Eingliederung in CLARIN-AT, CLARIN-EU und Digital Humanities Austria. Mit der Forschungsplattform wird die systematische Sammlung, Speicherung und Darstellung von Forschungsdaten sowie die Zusammenarbeit der Projektmitglieder ermöglicht und erleichtert. Darüber hinaus werden der Zugang zu den Forschungsdaten und –ergebnissen sowie deren weitere Verwendung, u. a. in der Lehre, durch die Bearbeitung der Daten gefördert. Somit leisten wir einen Beitrag zu innovativen Methoden in den Digital Humanities und zur gemeinsamen Forschungsarbeit zwischen den Projektmitgliedern.

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Koordinationsprojekt des SFB-Projekts "Deutsch in Österreich"
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien
Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
Kathrin Linke, MA
Kristin Dill, MA
Mag. Ludwig Maximilian Breuer

Kontakt E-Mail
kathrin.linke[AT]univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP01) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption. (FWF F060)

Projektbeschreibung
Die Rolle des Projektteils 01 (‘Koordinationsprojekt’, task cluster A) ist es, den Fortschritt der einzelnen Teilprojekte zu beaufsichtigen und die Zusammenarbeit aller Teilprojekte bis zum Projektende zu koordinieren. Das Koordinationsprojekt ist verantwortlich für den Aufbau, die Organisation und die Koordinierung aller internen Kommunikations-, Kooperations- und Informationsprozesse. Dies beinhaltet auch die Mitwirkung an Budget- und Personalentscheidungen, sowie die Mitarbeit bei der Erstellung von Zeit- und Arbeitsplänen. Die kurzfristigen Ziele des Koordinationsprojekts umfassen die Planung und die Betreuung einer internen SFB-Organisationsplattform (in enger Zusammenarbeit mit PP11), die für die Organisation und Koordination verschiedenster Aufgaben benutzt wird. Diese Aufgaben umfassen die Optimierung der Kommunikation zwischen den einzelnen Teilprojekten; die Organisation von Projekttreffen, SFB-Konferenzen, Workshops und Young-Academics-Meetings; die Auswertung und Optimierung von internen und externen Kooperationen; die Überwachung der Erreichung aller geplanten SFB-Projektziele der ersten Projektphase - innerhalb der einzelnen Teilprojekte und teilprojektübergreifende Zusammenarbeit; die Ausarbeitung und Koordinierung verschiedener Disseminationsstrategien (inkl. der Koordinierung von teilprojektübergreifenden Veröffentlichungen und Präsentationen) und die Vorbereitungen für die zweite Projektphase.

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Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich
Projektleitung
em. Univ.-Prof. Dr. Peter Wiesinger (Universität Wien)

 

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Institut für Germanistik

 

Projektmitarbeiter
(teilweise: Mag. Dr. Karl Hohensinner)

 

Kontakt E-Mail
peter.wiesinger[at]univie.ac.at

 

Projektunterstützung
(teilweise: Land Oberösterreich, Kulturabteilung)

 

Projektbeschreibung
Bisher erschienen im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Bände 1-4, 6, 7, 10, 11. Sie sind eingeteilt nach Politischen Bezirken und behandeln in geographischer Anordnung sämtliche amtliche Ortsnamen der jeweiligen Gemeinden nach Dialektaussprache, urkundlicher Überlieferung von den Anfängen bis 1857 und erläutern als Etymologie Herkunft, Bedeutung und Entwicklung bis zur Gegenwart. Auf jeweils 32 Karten werden die Verbreitungen der großräumigen Ortsnamentypen dargestellt. Mehrere Register schlüsseln die Namen, ihre Typologie und Bestandteile auf.

 

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Perzeptive Variationslinguistik im bairischen Sprachraum

Perzeptive Variationslinguistik im bairischen Sprachraum (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Andrea Kleene

 

Institution
Universität Wien

 

Betreuerin
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projektbeschreibung
In meinem Dissertationsprojekt soll es um die folgenden drei zentralen Fragestellungen gehen:
1. Wie werden Varietäten/Sprechlagen und ihre SprecherInnen im bairischen Sprachraum erfahren, benannt, verortet und bewertet, und zwar von den SprecherInnen selbst und von Außenstehenden?
2. Welchen Einfluss haben die politischen Grenzen auf die perzeptionellen Strukturen?
3. Wie wird die syntaktische Ebene im Vergleich zu anderen linguistischen Ebenen (Phonetik/Phonologie, Morphologie, Lexik) wahrgenommen?
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Pluralmorphologie von Substantiven in bairischen Varietäten in Österreich - Das Burgenland als Forschungslabor (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Mag. Christina Schrödl

 

Institution
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologe (ICLTT), Forschungsgruppe DINAMLEX

 

Betreuerin
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projektbeschreibung
Mit meinem Dissertationsprojekt verfolge ich das Ziel, die Pluralmorphologie am Beispiel des Burgenlandes an einigen Ortspunkten in Bezug auf den Basisdialekt sowie den regionalen Standard zu untersuchen, unter Berücksichtigung der diachronen Dimension. Die Ergebnisse der Studie werden einen völlig neuen Blick auf die dialektale Pluralmorphologie erlauben. Während in bisherigen Untersuchungen im Bereich der dialektalen Pluralmorphologie meist davon ausgegangen wurde, dass pro Ortspunkt jeweils ein Plural für einen Singular möglich ist, konnte in Voruntersuchungen zum Dissertationsprojekt bereits ein Formenreichtum von bis zu fünf Pluralformen für einen Singular an einem Ortspunkt erhoben werden; in einem Fall wurden sogar acht Plurale toleriert. Einige ForscherInnen dokumentieren zwar Dubletten oder einen dreifachen Plural für einen Ortspunkt, stellen aber keine weiteren expliziten Untersuchungen in diese Richtung an. Ausgehend von eigenen Vorarbeiten zum Thema [Schrödl 2009; Schrödl (i.Vorb.); Schrödl/Korecky-Kröll/Dressler (beim Gutachter)] kristallisierten sich bei der Analyse der Pluralmorphologie des Basisdialektes des Ortes Tadten im burgenländischen Seewinkel folgende Auffälligkeiten heraus:
  • Variation 1: größere Vielfalt an Allomorphen gegenüber dem Standard
  • Variation 2: mehrere Plurale für einen Singular (bis zu acht Plurale) ohne bedeutungsdifferenzierende Wirkung
  • eine auffallend hohe Anzahl an Nullpluralen.
Die zentralen Forschungsfragen sind:

 

  • Sind die oben angeführten Auffälligkeiten (Nullplurale; große Bandbreite an Pluralen, explizit auch für ein Lexem im Singular) eine Einzelerscheinung oder sind sie weiter verbreitet? Wie groß ist die jeweilige Reichweite der produktiven und unproduktiven Pluralbildungsmuster? Handelt es sich um ortsbezogene Erscheinungen oder um weitreichendere Verbreitung? Sind ausstrahlende Zentren feststellbar? Lassen sich Isoglossen feststellen?
  • Zeigen sich Unterschiede zwischen Orten und Städten? (Zeigt sich in Städten eine stärkere Normierung in der Sprechergemeinschaft?)
  • Welche Ergebnisse zeigen sich, wenn Minderheitensprachen im untersuchten Ort gesprochen werden?
  • Welche Plurale sind für welche Genera zulässig bzw. wie sind die Plurale verteilt?
  • Lässt sich ein Muster für die Verteilung erkennen? (Wenn ja: phonetische Ähnlichkeit, Semantik, Häufigkeit). Lassen sich für die Verteilung der Varianten sprachliche oder andere Gründe finden?
  • Beeinflusst die Anzahl an Pendlern die Variation? (Wenn ja: Welcher Art ist dieser Einfluss? Zeigen sich dadurch mehr standardnahe Plurale?) . Welche Pluralbildungsmuster werden als potentiell möglich eingestuft? Welche gelten als illegal?
  • Welche Pluralformen sind historisch (mhd., fnhd.) belegt?
  • Welche Pluralformen werden im regionalen Standard geschrieben?
  • Zeichnet sich ein Wandel ab? Wenn ja, welcher?

 

Diese sollen mit folgenden Methoden und Quellen beantwortet werden:
  • aktuelle basisdialektale Daten: direkte Erhebung auf der Basis von Befragungsliste in zwei Phasen; spontansprachliche Daten
  • diachrone Daten: mittelbairisch [Daten: Klaus-Peter Wegera (1987) für die Zeit von 1350-1700]; Wenkerbögen (zwischen 1926 und 1933); Tonaufnahmen (1952-1975); Belege aus dem Hauptkatalog zum Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich (WBÖ); Ortsgrammatiken
  • regional geschriebener Standard (als oberster Pol im vertikalen Variantenspektrum): Korpusanalyse des "Austrian Media Corpus"
  • semantische Merkmalsanalyse
  • Berücksichtigung der Phonetik
Die Auswertung erfolgt über eine noch zu entwickelnde Datenbank.

 

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Soziolinguistische Untersuchungen der fränkisch-bairischen Sprechergemeinschaft in Munkatsch/Ukraine

Soziolinguistische Untersuchungen der fränkisch-bairischen Sprechergemeinschaft in Munkatsch/Ukraine (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Barbara Neuber

 

Institution
Universität Regensburg

 

Betreuer
Prof. Dr. Albrecht Greule (Universität Regensburg)

 

Projektbeschreibung
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Sprachatlas von Oberösterreich (SAO)
Projektleitung
Mag. Stephan Gaisbauer (Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Linz)

 

Prof. Dr. Hermann Scheuringer (Universität Regensburg und Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Linz)

 

Projekthomepage
http://sprachforschung.stifter-haus.at

 

Beteiligte Institutionen
Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Linz

 

Projektmitarbeiter
Dr. Jakob Ebner (Linz)

 

Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Patocka (Institut für Germanistik der Universität Wien)

 

Dr. Herbert Tatzreiter (Wien)

 

Kontakt E-Mail
s.gaisbauer[at]stifter-haus.at

 

Projektunterstützung
Zur Gänze finanziert vom Land Oberösterreich

 

Projektbeschreibung
Der Sprachatlas von Oberösterreich (SAO) ist der zentrale Arbeitsbereich der Abteilung Sprachforschung im Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich in Linz (siehe unter www.stifter-haus.at). Mit ihm werden die Dialekte Oberösterreichs und seiner unmittelbaren Nachbargebiete dokumentiert.
Der SAO stellt die sprachlichen Formen in 223 Orten in und um Oberösterreich in Form von Karten und begleitenden Erläuterungen vor. Vorgesehen sind 5 Kartenbände mit insgesamt etwa 1000 Sprachkarten, dazu 5 Begleitbände, ein Einführungsband zum Gesamtwerk und auch ein Abschlussband. Mit Ende des Jahres 2011 liegt etwa die Hälfte des gedruckten Werkes vor.
Der Sprachatlas von Oberösterreich (SAO) versteht sich primär als Teil der wissenschaftlichen Landeskunde Oberösterreichs und will das Wissen über die sprachlichen Grundlagen des Landes erweitern und vertiefen, dieses Wissen der Landesbevölkerung vermitteln und in allgemein verständlicher Weise zugänglich machen und letztlich die Wertschätzung der Dialekte des Landes als Teil oberösterreichischer Geschichte und Kultur verstärken.
Darüber hinaus ist er selbstverständlich Teil der dialektologischen und besonders dialektgeographischen (Sprachatlas-) Tradition des bairischen Raums und des deutschen Sprachraums insgesamt und stellt im Anschluss an die Teilatlanten Niederbayerns und Oberbayerns des Bayerischen Sprachatlas den östlichen Teil des historischen Altbaiern in seiner Sprachraumgliederung dar.

 

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Standardvarietäten aus Perspektive der perzeptiven Variationslinguistik
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien
Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
PD Mag. Dr. Manfred Glauninger (kooptiert)
Dr. Barbara Soukup (kooptiert)
Mag. Juliane Fink
Mag. Wolfgang Koppensteiner

Kontakt E-Mail
wolfgang.koppensteiner[AT]univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP08) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption. (FWF F060)

Projektbeschreibung
Dieses Teilprojekt beschäftigt sich mit dem Deutschen in Österreich, wie es „in den Köpfen“ der SprecherInnen und HörerInnen konzipiert ist. Insbesondere stehen Spracheinstellungen und Sprachperzeption („Sprachwahrnehmung“) im Fokus der österreichweit flächendeckenden und umfassenden Erhebungen und Analysen. Hierbei werden verschiedenste Personenkreise und -gruppen berücksichtigt. Fragestellungen, die innerhalb des Teilprojekts beleuchtet werden, sind etwa: Wie sind Varietäten und/oder Sprechlagen des Deutschen in Österreich aus Sicht der SprecherInnen und HörerInnen konzipiert (der Fokus dieses Teilprojekts liegt auf den standardsprachlichen Ausprägungsarten)? Wie lassen sie sich gliedern? Welche Emotionen, welches Prestige, welche Werte und Meinungen sind mit ihnen seitens der SprecherInnen und HörerInnen verknüpft? Und wer tätigt solche Zuschreibungen? Was hebt den österreichischen Standard von anderen standardsprachlichen bzw. auch von non-standardsprachlichen Varietäten in diesem Kontext (attitudinal-perzeptiv) ab? Für derartige Fragestellungen wird sich das Teilprojekt auch intensiv mit sozialen Funktionen von Sprache, soziodemographischen Parametern, Sprachbiographien etc. auseinandersetzen und versuchen Überschneidungspunkte, Verbindungen und Abhängigkeiten wissenschaftlich fundiert zu evaluieren.

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Syntaktische Synchronisierungen. Auffälligkeit, Variabilität und sprachdynamische Realisierung syntaktischer Strukturen (Dissertationsprojekt)
Doktorand
Mag. Timo Ahlers

 

Institution
Universität Wien

 

Betreuerin
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projektbeschreibung
Der Gegenstand des Dissertationsvorhabens sind Synchronisierungsprozesse in der Syntax, wie sie Schmidt/Herrgen (2011) für die Lautebene ansetzen. Mittels Perzeptions- und Performanzexperimenten sollen insbesondere syntaktische Auffälligkeit und Variabilität (Voraussetzungen für Synchronisierungsprozesse) untersucht werden sowie die Realisierung von Synchronisierungsprozessen.

 

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Syntaktische Variation der modernen Regionalsprache in Wien (Dissertationsprojekt)

Syntaktische Variation der modernen Regionalsprache in Wien (Dissertationsprojekt)
Doktorand
Ludwig Maximilian Breuer

 

Institution
Universität Wien

 

Betreuerin
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projektbeschreibung
Mein Dissertationsprojekt soll die gegenwärtige sprachliche Variation im Ballungsraum Wien auf der Grundlage syntaktischer Phänomene untersuchen. Angestrebt ist eine möglichst vollständige Analyse und Beschreibung der Funktionsweise syntaktischer Variation im Untersuchungsgebiet auf der Grundlage valider empirischer Daten. Dies zielt insbesondere auf die systematische Darstellung der vertikalen Struktur der gesprochenen „Stadtsprache“ ab. Somit sollen Varietäten bzw. Sprechlagen zwischen den Polen „Standardsprache“ und „Dialekt“, die in der Sprachkompetenz und -performanz der Wiener SprecherInnen existent sind, ermittelt werden. Im Zuge des Dissertationsvorhabens werden im Wesentlichen drei Untersuchungsbereiche der modernen Linguistik kombiniert: die moderne Regionalsprachenforschung (areale Varietätenlinguistik), die Stadtsprachenforschung sowie die Syntax gesprochener Sprache. Um die sprachliche Realität methodisch sauber zu erfassen, sind überdies (in allen Bereichen) pragmatische Modelle der Soziolinguistik unerlässlich. Es wird davon ausgegangen, dass die Variation funktional durch diverse situativ-kommunikative Faktoren konstituiert ist, welche unter anderem durch die Analyse der Spracheinstellungen erhoben werden sollen. Das heißt, dass empirische Methoden der Regionalsprachenforschung mit den soziolinguistischen Modellen der Stadtsprachenforschung kombiniert werden, um die Komplexität der deutschsprachlichen Variation innerhalb des Ballungsraums Wien zu erfassen. Im Fokus stehen dabei syntaktische Variablen der Wiener Regionalsprache. Die Erhebung, Beschreibung und Analyse der syntaktischen Variation einer Stadtsprache erfordert innovative Methoden. So sollen neben bisher erfolgreich eingesetzten direkten Erhebungsmethoden wie Tiefeninterviews, videogestützte Experimente (vgl. Kallenborn) weitere Methoden explorativ getestet werden, hierzu gehören z.B. computergestützte Hörerurteilstests, situationsvariierende Aufnahmen, in denen verschiedene situative Settings getestet werden, oder Wochenaufnahmen, welche einen Eindruck über die verschiedenen Situationen, denen StadtbewohnerInnen tagtäglich ausgesetzt sind, liefern sollen. Um die Ergebnisse aus den direkten Erhebungen empirisch signifikant zu bestätigen, kommen außerdem Fragebögen (zur Dialekt- sowie Standardkompetenz und Mischformen daraus) zum Einsatz.
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Syntax der gesprochenen Sprache jugendlicher Dialektsprecher in Osttirol (Dissertationsprojekt)
Doktorandin
Melanie Glantschnig

 

Institution
Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Germanistik

 

Betreuerin
Univ.-Prof. Dr. Arne Ziegler (Universität Graz)

 

Projektbeschreibung
Das Dissertationsprojekt widmet sich syntaktischen Besonderheiten in mündlichen Äußerungen jugendlicher DialektsprecherInnen Osttirols im Vergleich zu erwachsenen DialektsprecherInnen. Damit wird das Desiderat fehlender Untersuchungen zur Syntax gesprochener Sprache Jugendlicher in Österreich erstmalig in größerem Umfang angegegangen und eine Analyse des Zusammenspiels alterspräferentieller und dialektaler Sprechweisen geleistet. Als Datengrundlage wurden dafür Freizeitgespräche unter Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren im Umfang von rund 8 Stunden sowie als Vergleichskorpus Gespräche unter erwachsenen OsttirolerInnen im Umfang von rund 4 Stunden aufgezeichnet, transkribiert und annotiert. Im Vordergrund steht dabei die Tatsache, dass das Korpus aus gesprochener Sprache besteht und sich primär schon aus dem Spannungsfeld Mündlichkeit – Schriftlichkeit Unterschiede ergeben. Nur jene Phänomene, die sich nicht nur aus dem Merkmal gesprochen erklären lassen, können in weiterer Folge ausdifferenziert und sozio- bzw. dialektal interpretiert werden. Die linguistische Beschreibung syntaktischer Phänomene der gesprochenen Sprache wird hier zusätzlich durch die Inadäquatheit skriptizistischer Kategorien, die in der Tradition normorientierter, schriftbezogener Grammatiken entstanden sind und Phänomene gesprochener Sprache nur unzureichend begreifen, erschwert. Während in einem geschriebenen Text der Satz zu den grundlegenden grammatischen Einheiten gezählt werden kann, sind mündliche Äußerungen nicht in einzelne Sätze, sondern in Gesprächsbeiträge mehrerer Sprecher, bestehend aus satzförmigen und nicht-satzförmigen Einheiten einzuteilen. Eine Dialektsyntax als Ziel einer Untersuchung zu postulieren, heißt u.a. gesprochene Texte in diese Äußerungseinheiten zu zerlegen. Darüber, wie diese Einheiten kategorisiert werden können, herrscht jedoch Uneinigkeit. Mit meinem Dissertationsprojekt bewege ich mich also im Überschneidungsbereich dreier Subdisziplinen – der Jugendsprachforschung, der Grammatik der gesprochenen Sprache und der Dialektsyntax – und setze mich auch mit deren theoretisch-definitorischen Grundfragen auseinander. Die Hauptziele des Dissertationsprojektes bestehen darin 1. mit der funktional-pragmatisch orientierten Analyse satzförmiger und nicht-satzförmiger Einheiten und deren frequentieller Verteilung einen Beitrag zur Syntax eines südbairischen Dialekts jugendlicher Sprecher sowie 2. einen Beitrag zur theoretischen Verortung und der Kategorienentwicklung in der Grammatik gesprochener Sprache zu leisten.

 

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TransCoop-Projekt der Alexander von Humboldt-Stiftung zur Erforschung deutschböhmischer Auswanderermundarten
Projektleitung
Dr. Nicole Eller (Universität Regensburg)
Prof. Dr. William Keel (University of Kansas, Lawrence)
Dr. Alfred Wildfeuer (Universität Regensburg)

 

Projekthomepage
http://www.deutschboehmisch.de/

 

Beteiligte Institutionen
Alexander von Humboldt-Stiftung
Universität Regensburg
University of Kansas, Lawrence

 

ProjektmitarbeiterInnen
Dr. Astrid Christl-Sorcan (Universität Regensburg)
Julie Zehetner, M.A. (Universität Regensburg)

 

Kontakt E-Mail
nicole.eller[at]sprachlit.uni-regensburg.de
alfred.wildfeuer[at]sprachlit.uni-regensburg.de

 

Projektunterstützung
Alexander von Humboldt-Stiftung

 

Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts führen wir in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. William Keel (University of Kansas) Sprachaufnahmen in deutschböhmischen Siedlungen in den USA durch. Dabei stehen Siedlungen in drei Bundesstaaten (Kansas, Minnesota, Washington) im Fokus unseres Interesses. Neben der Erhebung der basisdialektalen Struktur der mittel- und nordbairischen Varietäten geht es uns vor allem um die Erforschung von Sprachenkontakt- und Sprachverlustphänomenen. Darüber hinaus erheben wir individuelle Sprecherbiographien.

 

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Variantenwörterbuch des Deutschen – Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung
Projektleitung
Prof. Dr. Ulrich Ammon (Universität Duisburg-Essen)
PD Dr. Hans Bickel (Universität Basel)
Prof. Dr. Alexandra N. Lenz (Universität Wien)

 

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Universität Duisburg-Essen, Institut für Germanistik
Universität Wien, Institut für Germanistik
Universität Basel, Deutsches Seminar

 

ProjektmitarbeiterInnen
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Kontakt E-Mail
alexandra.lenz[at]univie.ac.at

 

Projektunterstützung
DFG
FWF
SNF

 

Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist die vollständige Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung des Variantenwörterbuchs des Deutschen (Ammon et al. 2004). Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein trinationales „D-A-CH“-Projekt, das von der DFG, dem FWF und dem SNF finanziert wird. Projektdauer: 01.03.2012 - 28.02.2014.

 

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Variation und Dialektwandel in Österreich (in real und apparent time)
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Stephan Elspaß

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik
Institut für Schallforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften

ProjektmitarbeiterInnen
P.D. Dr. Sylvia Moosmüller (nationale Forschungspartnerin)
Dr. Hannes Scheutz (kooptiert)
Dr. des. Lars Bülow
Michaela Rausch-Supola
Mag. Dominik Wallner

Kontakt E-Mail
stephan.elspass[AT]sbg.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP02) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Gegenstand des Projekts sind die Vielfalt und die Dynamik der verschiedenen Dialekte in Österreich. Auf der Grundlage einer neuen Erhebung sollen in den nächsten Jahren unterschiedliche Forschungsfragen beantwortet werden. Diese lauten etwa: Welche Unterschiede und Veränderungen (z. B. im Wege von Konvergenz- und Divergenzprozessen) lassen sich innerhalb der und zwischen den österreichischen Dialektlandschaften beobachten? Welche Unterschiede im Dialektwandel gibt es zwischen städtischen und ländlichen Gebieten? Lassen sich Generationen- und Genderunterschiede feststellen, die den Dialektwandel betreffen? Welchen Beitrag kann ein umfassender Vergleich von ,real-time‘- und ,apparent-time‘-Analysen zu einer allgemeinen Sprachwandeltheorie leisten?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen werden in der ersten Erhebungsphase an 40 österreichischen Orten Sprachproben von insgesamt 160 Dialektsprecherinnen und -sprechern aus zwei verschiedenen Altersgruppen aufgenommen und analysiert. Weiters werden von ausgewählten Sprecher/inne/n Aufnahmen im Sprachlabor durchgeführt, um Eigenheiten in der Aussprache phonetisch möglichst exakt bestimmen zu können. In der zweiten Erhebungsphase werden an 100 weiteren Standorten in Österreich ergänzende Laboraufnahmen durchgeführt, um die Unterschiede und die Bewegungen zwischen den Dialektlandschaften noch genauer analysieren zu können. Hier sollen auch neueste dialektometrische Verfahren zum Einsatz kommen, um probabilistische Aussagen in Bezug auf die Variation und den Wandel der Dialekte in Österreich treffen zu können.

Die Analysen betreffen alle sprachlichen Ebenen von der Aussprache bis zur Grammatik und zum Wortschatz. Die Dokumentation der gewonnenen Daten erfolgt u. a. digital. Es ist geplant, die Daten am Ende auf der Plattform „Deutsch in Österreich“ einem breiten Publikum zugänglich zu machen, insbesondere in Form des ersten ,sprechenden Sprachatlas‘ von ganz Österreich.

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Variationskompetenz von Kindergartenkindern im österreichischen Deutsch
Projektleitung
Irmtraud Kaiser (Universität Salzburg)

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Universität Salzburg

ProjektmitarbeiterInnen
Anna Scheichl
Sonja Müller
Gudrun Kasberger

Kontakt E-Mail
Irmtraud.kaiser[AT]sbg.ac.at

Projektunterstützung
Hugo-Moser-Stiftung

Stiftungs- und Förderungsgesellschaft der Universität Salzburg

Projektbeschreibung
Im österreichischen Kontext spielt sich ein Gutteil der alltäglichen Sprachvariation zwischen den Polen Dialekt und Standard ab. Eine (möglichst gute) Beherrschung dieses Variationsspektrums und das (implizite) Wissen darüber, mit wem und wann welche Sprachform angemessen ist, bilden somit eine zentrale Kompetenz von österreichischen Sprecherinnen und Sprechern.

Wenig ist jedoch über den Erwerb dieser soziolinguistischen/pragmatischen Kompetenzen bei Kindern in Österreich bekannt: Wann und wie erweitern Kinder ihr linguistisches Repertoire zwischen den Polen Dialekt und Standard, nachdem sie ihre erste Sprachvarietät/Sprache zuhause erworben haben? Welche Faktoren beeinflussen den Erwerb? Wann können Sie Standard und Dialekt voneinander unterscheiden? Können sie verschiedene Sprachformen in Abhängigkeit von der Situation und/oder dem/der Gesprächspartner/-in einsetzen? Was wissen Kindergartenkinder über die Varietäten des österreichischen Deutsch und wie sind sie ihnen gegenüber eingestellt? In diesem Projekt wollen wir uns durch eine methodisch vielseitige Studie einen möglichst umfassenden Überblick über die Variationskompetenz von Kindern in Österreich verschaffen.

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Vowel tensity in Standard Austrian and Standard German
Projektleitung
Univ. Doz. Dr. Sylvia Moosmüller
Univ. Prof. Dr. Jonathan Harrington

 

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Schallforschung
Ludwig-Maximilians-Universität München

 

ProjektmitarbeiterInnen
Julia Brandstätter
Ulrich Reubold

 

Kontakt E-Mail
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Projektunterstützung
FWF-DACH-Projekt mit Beteiligung der DFG, FWF: I 536-G20

 

Projektbeschreibung
Gespanntheitsoppositionen in der österreichischen und deutschen Standardsprache unter Einbeziehung akustischer, artikulatorischer und perzeptueller Daten.

 

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Wahrnehmungen von und Einstellungen zu Varietäten und Sprachen an österreichischen Schulen
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Stephan Elspaß

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik
Universität Innsbruck, Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
Prof. Dr. Monika Dannerer (kooptiert)
Dr. Peter Mauser (kooptiert)
Mag. Eva Fuchs

Kontakt E-Mail
stephan.elspass[AT]sbg.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP10) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Thema dieses Projekts sind Wahrnehmungen von österreichischen Schüler/innen und Lehrer/innen von sowie deren Einstellungen zu Sprachen und sprachlichen Varietäten. Es geht dabei nicht nur um Auffassungen und Vorstellungen von nicht-deutschen Sprachen und regionalen Varietäten des Deutschen, die zum Schulalltag in Österreich gehören, sondern zentral auch um den Begriff von geschriebenem und gesprochenem ,Standarddeutsch‘ an österreichischen Schulen. Untersucht werden Sprachperzeptionen und Sprachattitüden von Schüler/innen wie von Lehrpersonen im schulischen Kontext. Dazu sollen Daten an verschiedenen Neuen Mittelschulen und an Berufsbildenden mittleren/höheren Schulen erhoben werden. Es kommen dabei verschiedene Testverfahren zum Einsatz, die zum einen die Wahrnehmung von sprachlichen Äußerungen messen, zum anderen generelle Einstellungen gegenüber verschiedenen Akzenten und Varietäten des Deutschen sowie nicht-deutschen Sprachen.

Zentrale Annahmen des Teilprojekts sind, dass Sprachwahrnehmungen und Spracheinstellungen in einem wechselseitigen Verhältnis stehen und dass sie im schulischen Bereich in ihrem Zusammenwirken auf die Bewertung sprachlicher und darüber hinaus weiterer kognitiver Fähigkeiten von Schüler/innen Einfluss haben können.

Angesichts des Ausmaßes der transnationalen Migration wie auch der Binnenmigration, die die Bildungslandschaft Österreichs gegenwärtig beide stark verändern, ist zu erwarten, dass die Ergebnisse des Projekts Hinweise auf zukünftige Anforderungen an den Unterricht wie auch an die Sprachpolitik an österreichischen Schulen geben können.

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Wandelerscheinungen in der Innsbrucker Mundart über drei Generationen
Doktorandin
Irina Windhaber

 

Institution
Universität Innsbruck

 

Betreuer
Univ.-Prof. Dr. Manfred Kienpointner & ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Anreiter (beide Universität Innsbruck)

 

Projektbeschreibung
Im Rahmen dieses Dissertationsprojektes sollen aktuelle Wandelerscheinungen in der Innsbrucker Mundart beleuchtet werden, wobei der Fokus auf phonologischen und morphologischen Phänomenen liegt. Die Ergebnisse aus der vorangegangenen Diplomarbeit zur Innsbrucker Jugendsprache deuten darauf hin, dass im Untersuchungsgebiet mit Sprachwandelprozessen zu rechnen ist, die sich unter den Schlagwörtern Regionalisierung und Standardisierung subsumieren lassen. Methodisch ordnet sich die Dissertation in das weitestgehend quantitativ ausgerichtete Paradigma der variationistischen Soziolinguistik ein und arbeitet mit statistischen Methoden zur Identifizierung von signifikanten Einflussfaktoren auf sprachliche Variation. Zur Datensammlung dienen halbstrukturierte Gruppeninterviews, um das Beobachterparadoxon so weit wie möglich zu umgehen. Dieses Forschungsprojekt soll einen Beitrag zur aktuellen, weltweiten Forschung über sprachliche Regionalisierungs- und Standardisierungsprozesse liefern und überprüfen, ob solche Wandelerscheinungen auch in Innsbruck auftreten.

 

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Wien und Graz – Städte und ihre sprachlichen Strahlkräfte
Projektleitung
Univ.-Prof. Dr. Arne Ziegler

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Graz, Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
Nina Ricarda Bercko, MA
Mag. Stefanie Edler
Kristina Herbert, MA

Kontakt E-Mail
kristina.herbert[AT]uni-graz.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP04) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Der Fokus von PP04 richtet sich auf den Sprachgebrauch in den Städten Wien und Graz sowie auf jenen in umliegenden Gemeinden. Mit systematisch angelegten quantitativen sowie qualitativen Analysen werden Daten von Sprecher/innen unterschiedlicher Altersgruppen untersucht, um einen Einblick in die Vielschichtigkeit von Sprache im städtischen Raum zu erlangen und gleichzeitig Hinweise auf einen möglichen sprachlichen Einfluss auf Agglomerationsgebiete zu gewinnen. Als Datengrundlage für die angestrebten grammatischen und phonetischen/phonologischen Analysen werden Aufnahmen von Sprecher/innen in unterschiedlichen Sprechsituationen herangezogen. Unter anderem sollen die folgenden variations- und soziolinguistischen Fragen beantwortet werden: Wie konstituiert sich der Sprachgebrauch in der Stadt und welche Unterschiede lassen sich zwischen Wien und Graz und den jeweiligen umliegenden Gemeinden feststellen? Welche Korrelationen mit außersprachlichen Faktoren können ermittelt werden? Inwieweit wirken sich unterschiedliche Sprechsituationen und -kontexte auf die individuelle Wahl von Varianten in urbanen Zentren aus? Lässt sich ein städtischer Einfluss auf umliegende Gemeinden auch sprachlich nachweisen oder verhält es sich sogar umgekehrt?

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Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich (WBÖ)
Projektleitung
Prof. Dr. Alexandra Lenz [Abteilungsleiterin], Dr. Philipp Stöckle [Redaktor] 

Projekthomepage
http://www.oeaw.ac.at/acdh/de/WBOe

Beteiligte Institutionen
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

ProjektmitarbeiterInnen

Alexandra N. Lenz (Abteilungsleiterin), Philipp Stöckle (Redaktor), Andreas Gellan (Lexikograph), Sabine Wahl (Lexikographin), Patrick Zeitlhuber (Lexikograph), Sonja Schwaiger (Datenmanagerin), Angela Bergermayer (Sprachkontaktforscherin Slawisch-Deutsch) sowie Eva WahlmüllerSusanna MuhrSarah Brandstetter und Klemens Wagner als studentische Hilfskräfte

Kontakt E-Mail
philipp.stoeckle[AT]oeaw.ac.at

Projektunterstützung
Träger: Österreichische Akademie der Wissenschaften

Projektbeschreibung
Großlandschaftliches Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich: als Basismaterial für die Publikation dient der Hauptkatalog, eine Sammelkartei, die seit 1913 angelegt worden ist und aus ca. 4 Millionen handschriftlichen Einzelzetteln besteht. Die Belegstrecke de- bis zw- liegt in digitaler Form als Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich (DBÖ) vor.

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Wörterbuch zur österreichischen Phraseologie
Projektleitung
ao. Univ.-Prof. Dr. Peter Ernst (Universität Wien)
Elke Essl

 

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Institut für Germanistik

 

ProjektmitarbeiterInnen
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Kontakt E-Mail
peter.ernst[at]univie.ac.at

 

Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
Verzeichnis der standardsprachlichen Redewendungen, die in Österreich gekannt und verwendet werden, erfragt in den Jahren 2003-2005. Online-Pulbikation in Vorbereitung

 

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Zur Dynamik bairischer Dialektsyntax – eine Pilotstudie
Projektleitung
Prof. Dr. Alexandra N. Lenz

 

Projekthomepage
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Beteiligte Institutionen
Universität Wien, Institut für Germanistik

 

ProjektmitarbeiterInnen
Mag. Timo Ahlers (Universität Wien)
Mag. Ludwig M. Breuer (Universität Wien)
Tim Kallenborn (Universität Wien)
Dr. Martina Werner (Universität Wien)

 

Kontakt E-Mail
timo.ahlers[at]univie.ac.at

 

Projektunterstützung
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Projektbeschreibung
Der Fokus der Studie liegt auf der Dialektsyntax des bairischen Sprachraums in Süddeutschland, Österreich und Norditalien. Ziel der Studie ist die Erhebung und Analyse dialektsyntaktischer Phänomene in Form von indirekten Fragebogenehrbungen in ihrer dialektgeographischen und intergenerationellen Variation. Die Pilotstudie dient als Vorbereitung eines größeren Forschungsprojekts zu „Syntax across Borders“, in dem die Dynamik bairischer Syntax im gesamten „vertikalen“ Spektrum auf der Dialekt-Standard-Achse analysiert werden soll.

 

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Zwischen Dialekt und Standard - Sprachrepertoires und Varietätenspektren des Deutschen in Österreich
Projektleitung
Univ. Prof. Dr. Alexandra N. Lenz

Projekthomepage
http://www.dioe.at/

Beteiligte Institutionen
Universität Wien
Institut für Germanistik

ProjektmitarbeiterInnen
Tim Kallenborn
Anna Exenberger MPhil
Mag. Fabian Fleißner
Mag. Angelika Meier

Kontakt E-Mail
tim.kallenborn@univie.ac.at

Projektunterstützung
Teilprojekt (PP03) des Spezialforschungsbereichs "Deutsch in Österreich. Variation - Kontakt - Perzeption." (FWF F060)

Projektbeschreibung
Das Teilprojekt setzt sich zwei Ziele: Zum einen eine umfassende Erhebung und Analyse individueller Sprachrepertoires in ländlichen Regionen Österreichs und zum zweiten die Analyse der Dynamik und Struktur „vertikaler Variationsspektren“, also der Gliederung der Dialekt‐Standard‐Achse an mehreren, über ganz Österreich verteilten Erhebungsorten. Fragestellungen, die im Rahmen des empirisch angelegten Projekts beantwortet werden sollen, sind u. a.: Wie sind die „vertikalen“ Variationsräume des Deutschen in Österreich strukturiert? Wo hören etwa Dialekte auf und fangen Regiolekte („Umgangssprachen“, Varietäten des „mittleren Bereichs“) an? Haben wir es mit Kontinua bzw. Verdichtunsgbereichen auf der Dialekt‐Standard‐Achse zu tun oder zeichnen sich deutliche(re) Varietätengrenzen ab? Welche Ausschnitte des komplexen Variationsraums werden von welchen SprecherInnen in welchen situativ‐pragmatischen Kontexten und Funktionen in welcher Art und Weise eingesetzt? Welche sprachdynamischen Hypothesen lassen sich aus der aktuell zu beobachtenden (synchronen) Variation im Hinblick auf zukünftige Sprachwandelprozesse ableiten?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen strebt das Projekt nicht nur die Untersuchung einer einzelnen sprachlichen (System-)Ebene an, sondern untersucht Sprachwandelphänomene sowohl im Bereich der „Aussprache“ (Phonetik/Phonologie) als auch im Bereich der Grammatik (Syntax und Morphologie). In der zweiten Projektphase rücken dann auch die Ebenen der „Betonung“ (Prosodie), des „Wortschatzes“ (Lexik) und der (sprachlichen) Pragmatik in den Vordergrund.

Um diese unterschiedlichen Ebenen adäquat analysieren zu können, kommen im Projekt einerseits bekannte und bewährte Erhebungsmethoden (z. B. Aufzeichnung von Gesprächsdaten und Vorlesetexten) als auch neue und innovative Ansätze (z. B. Sprachproduktionstests) zum Einsatz.

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Koordination:

Germanistische Sprachwissenschaft
Univ.-Prof. Dr. A. N. Lenz
Universität Wien, Institut für Germanistik
Universitätsring 1
A-1010 Wien
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0
Letzte Änderung: 16.05.2017 - 14:08